Automatik-Ölstand prüfen

Aus W124-Archiv
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Wie auch in der Betriebsanleitung sehr gut beschrieben, wird der Ölstand im Automaten bei betriebswarmem Öl und laufendem Motor geprüft. Ist der Motor noch kalt, fährt man eine große Runde um die Häuser oder Felder, macht dabei mehrere Schaltvorgänge, und prüft den Ölstand anschließend bei gerade stehendem Fahrzeug und wie schon geschrieben: laufendem Motor. Der Peilstab wird gezogen und mit einem fusselfreien Tuch, einem Lederlappen oder am besten mit den Fingern abgewischt, wieder eingeschoben, wieder herausgezogen und abgelesen. Meist erhält man nur auf einer Seite eine ordentliche Pegelmarke, das reicht aber.

Liegt der Ölstand unter MIN, so füllt man vorsichtig mit einem kleinen Trichter und einem Sieb ATF durch die Peilstaböffnung, bis der Pegel zwischen MIN und MAX liegt. Hierbei ist zu bedenken, daß zwischen MIN und MAX gerade einmal 300ml Unterschied sind, zur besseren Vorstellung: das ist etwa ein kleines Bier - also praktisch nichts. Deshalb vorsichtig gießen und mehrfach prüfen. Ein Überfüllen ist auf jeden Fall zu vermeiden, ggfs. muß man das überschüssige Öl wieder ablassen oder absaugen.

Ist der Automat überfüllt - das passiert auch immer wieder in sogenannten "Fachwerkstätten" - drückt bei flotter Fahrt das Öl aus dem Peilstabrohr heraus und ergießt sich über den warmen Motor und den Auspuffkrümmer. Stinkende weiße Wolken quellen dann aus dem Motorraum und man tut gut daran, die Ursache zu finden und möglichst bald abzustellen.

Autor: Christian Martens