Hydrostößel am M103 auswechseln (mit vielen Bildern): Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 9. Juli 2014, 14:46 Uhr
Der folgende Text und die Photos wurden Ihnen von Michael Behrens zur Verfügung gestellt. Die Originalveröffentlichung erfolgte im Forum Sternzeit 107, dem Forum für die Baureihe R107, die für die letzten Jahre ihrer Produktion auch noch in den Genuß des M103 kam.
Übrigens sind die geschilderten Arbeiten auch für den Vierzylinder M102 (200, 200E, 230E samt Coupé und T-Limousine als auch bei den kleineren Brüdern 190, 190E bis 190E-2.3) gülig, sie beschränken sich dort eben auf 2/3 des vergleichbaren Aufwandes beim Sechszylinder. Die Motoren sind ja vom Bauprinzip her identisch, auch die Hydrostößel selbst sind identisch (gleiche Teilenummern).
Micha war jedoch so nett, den Hinweis auf seinen Beitrag auch im W124-Forum zu veröffentlichen, verbunden mit der Bitte um Übernahme in die Werkzeugkiste, der ich hiermit gerne nachgekommen bin. Auf geht's:
Hydrostößelaustausch am 300 SL
Zu Anfang ist nach dem Kaltstart meistens ein kurzes Tickern aus dem Motorabteil zu vernehmen, das jedoch bald schon verstummt. Mit erhöhter Motorlaufleistung dauert es dann immer länger, bis sich das lästige Geräusch verflüchtigt und irgend wann wird es dann zum ständigen Begleiter. Der Grund dafür sind verschlissene Hydrostößel, deren Austausch nicht schwer ist. Ja, nicht einmal Spezialwerkzeug ist nötig!
Werkzeug
- Steckschlüssel 10mm
- Steckschlüssel 8mm
- Zündkerzenzange
- Knarre mit Verlängerung und 13mm Nuss
- Drehmomentschlüssel
- Schraubendreher
Material
- 1 x Ventildeckeldichtung (ET-Nr. A 103 016 04 21)
- 12 x Hydrostößel für M 103
- ca. 1/8 Liter Motoröl
Den Ölkanal mit Pressluft ordentlich auspusten (Aber unbedingt ein Tuch drauf legen, andernfalls droht eine Öldusche durch die kleinen Bohrungen, die die Kipphebelblöcke versorgen!). Es empfiehlt sich den Ölkanal mit reichlich Bremsenreiniger zu spülen und anschließend erneut auszupusten. Bis zum Wiedereinbau kann er nun zur Seite gelegt werden.
Am Anschlag hört man ein leises Klickgeräusch. So bestückt kann der Kipphebelblock wieder eingebaut werden. Die Schrauben werden dazu über Kreuz schrittweise bis zum Maximalwert von 21 Nm angezogen. Sind alle sechs Kipphebelblöcke wieder verbaut, kann die Ölleitung eingebaut und anschließend die Zylinderkopfhaube montiert werden.
Alle weiteren Schritte werden analog zum Ausbau in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt.
Micha
Eingestellt von Christian Martens