Motoröl: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Motoren des W124 und W201 sind in den späten Siebzigern / frühen Achtzigern des letzten Jahrhunderts konstruiert (später kamen dann die Vierventiler M104, M111 sowie OM60X) und sind für die damals üblichen Öle ausgelegt worden - wie auch sonst?!  
Die Motoren des W124 und W201 sind in den späten Siebzigern / frühen Achtzigern des letzten Jahrhunderts konstruiert (später kamen dann die Vierventiler M104, M111 sowie OM60X) und sind für die damals üblichen Öle ausgelegt worden - wie auch sonst?!  


Das war damals die Zeit, in der "Castrol GTX-2 turbo-getestet" ein Spitzenöl war, dieses Öl gibt es inzwischen nur noch ganz unten im Regal, wenn überhaupt... Es hatte die Viskosität 10W-40 und erfüllte die Spezifikationen '''noch einzufügen'''.
Das war damals die Zeit, in der "Castrol GTX 2 - Turbo getestet" ein Spitzenöl war (die Markteinführung war 1982), dieses Öl gibt es inzwischen nur noch ganz unten im Regal, wenn überhaupt... Es hatte die Viskosität 15W-40(!) und erfüllte die Spezifikationen '''noch einzufügen'''.


Vieles ist seither schlechter geworden, jedoch nicht alles.
Vieles ist seither schlechter geworden, jedoch nicht alles.


Was ich damit meine, ist, ein Markenöl der (heute) einfachen oder mittleren Preisklasse befriedigt die Ansprüche dieser (konstruktiv) alten Motoren völlig, man muß nicht ein RSXY-vollsynthetisch für 40 € pro Liter nehmen.  
Ein Markenöl der (heute) einfachen oder mittleren Preisklasse befriedigt die Ansprüche dieser (konstruktiv) alten Motoren völlig, man muß nicht ein RSXY-vollsynthetisch für 40 € pro Liter nehmen.  


Von einer Verlängerung der Wechselintervalle auch oder gerade bei Verwendung teurer vollsynthetischer Öle wird immer wieder abgeraten.
Von einer Verlängerung der Wechselintervalle auch oder gerade bei Verwendung teurer vollsynthetischer Öle wird immer wieder abgeraten.
Meiner Meinung nach ist es besser, regelmäßig Öl und Filter zu wechseln sowie den kalten Motor vorsichtig warmzufahren, bevor man ihn belastet, als ein teures Öl einzufüllen, dies nur alle 30tkm zu wechseln und dafür grundsätzlich mit quietschenden Reifen aus der Garage zu starten.


Über die Frage, wie dünn ein Öl im betriebswarmen Zustand ist und ob ein 0W-40 Öl dann weniger gut schmiert, als ein 15W-40 wird immer wieder gerne diskutiert. Hier ist ein schöner Text von StefanC, den er im Verlauf dieses threads von Anfang Juni 2003 schrieb: '''link fehlt noch!'''  
Über die Frage, wie dünn ein Öl im betriebswarmen Zustand ist und ob ein 0W-40 Öl dann weniger gut schmiert, als ein 15W-40 wird immer wieder gerne diskutiert. Hier ist ein schöner Text von StefanC, den er im Verlauf dieses threads von Anfang Juni 2003 schrieb: '''link fehlt noch!'''  
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Seine Empfehlung in Kürze:
Seine Empfehlung in Kürze:
Meguin Megol Super Leichtlauf 5W-40, das wird auch unter der Bezeichnung Lqui Moly Synthoil High Tech 5W-40 angeboten, ansonsten Mobil 1 5W-50 oder Mobil 1 0W-40
Meguin Megol Super Leichtlauf 5W-40, das wird auch unter der Bezeichnung Lqui Moly Synthoil High Tech 5W-40 angeboten, ansonsten Mobil 1 5W-50 oder Mobil 1 0W-40
Meiner Meinung nach ist es besser, regelmäßig Öl und Filter zu wechseln sowie den kalten Motor vorsichtig warmzufahren, bevor man ihn belastet, als ein teures Öl einzufüllen, dies nur alle 30tkm zu wechseln und dafür grundsätzlich mit quietschenden Reifen aus der Garage zu starten.


Aber, wie immer, chacun à son goût.
Aber, wie immer, chacun à son goût.


--[[Benutzer:Christian Martens|Christian Martens]] 18:20, 1. Nov. 2007 (CET)
--[[Benutzer:Christian Martens|Christian Martens]] 18:20, 1. Nov. 2007 (CET)

Version vom 2. November 2007, 13:13 Uhr

Über kein Thema kann man sich in einem Forum so "schön" streiten, wie über die Frage des "richtigen" Motoröles. Jeder hat hierzu eine Meinung und fast immer ist einzig die eigene Meinung die allein seeligmachende.

Ähnlich zündende Themen sind die Frage nach den "richtigen" Reifen oder noch besser, die Frage, ob runderneuerte Reifen ihr Geld wert sind.

Nun ja.

Also auch hier und auch von mir ein paar Zeilen zu diesem heißen Thema.


Das richtige Motoröl

Die Motoren des W124 und W201 sind in den späten Siebzigern / frühen Achtzigern des letzten Jahrhunderts konstruiert (später kamen dann die Vierventiler M104, M111 sowie OM60X) und sind für die damals üblichen Öle ausgelegt worden - wie auch sonst?!

Das war damals die Zeit, in der "Castrol GTX 2 - Turbo getestet" ein Spitzenöl war (die Markteinführung war 1982), dieses Öl gibt es inzwischen nur noch ganz unten im Regal, wenn überhaupt... Es hatte die Viskosität 15W-40(!) und erfüllte die Spezifikationen noch einzufügen.

Vieles ist seither schlechter geworden, jedoch nicht alles.

Ein Markenöl der (heute) einfachen oder mittleren Preisklasse befriedigt die Ansprüche dieser (konstruktiv) alten Motoren völlig, man muß nicht ein RSXY-vollsynthetisch für 40 € pro Liter nehmen.

Von einer Verlängerung der Wechselintervalle auch oder gerade bei Verwendung teurer vollsynthetischer Öle wird immer wieder abgeraten.

Meiner Meinung nach ist es besser, regelmäßig Öl und Filter zu wechseln sowie den kalten Motor vorsichtig warmzufahren, bevor man ihn belastet, als ein teures Öl einzufüllen, dies nur alle 30tkm zu wechseln und dafür grundsätzlich mit quietschenden Reifen aus der Garage zu starten.

Über die Frage, wie dünn ein Öl im betriebswarmen Zustand ist und ob ein 0W-40 Öl dann weniger gut schmiert, als ein 15W-40 wird immer wieder gerne diskutiert. Hier ist ein schöner Text von StefanC, den er im Verlauf dieses threads von Anfang Juni 2003 schrieb: link fehlt noch!

Zum 1.Millionsten mal: Ein 0W40 ist warm NICHT dünner als ein 10W40!
1. habe ich bei all meinen Autos, die ich alle auf Vollsynthetik umgestellt habe, noch nie erlebt, daß auch nur einer zu sabbern angefangen hätte.
2. sagt die erste Zahl, in dem Fall die 0W nur etwas über die Viskosität in KALTEM Zustand aus, in kaltem Zustand ist das 0W-Öl auf jeden Fall dünner. Aber das ist völlig egal, denn egal wie dünn ein 0W kalt ist, jedes 15W40 ist warm dünner als das beste Öl kalt.
3. sagt die zweite Zahl etwas über die Viskosität in warmem Zustand aus, und die ist GLEICH, egal ob 0W40, 5W40, 10W40 oder 15W40, das ist einfach Fakt, da kannst Du jeden fragen, der irgendwo in der Ölentwicklung tätig ist.
4. Daß wir hier nicht von 100%iger Identität reden, ist klar, eine gewisse Streuung ist auch innerhalb der Viskositätsklasse vorhanden. Aber erstens liegt diese Streuung nicht im relevanten Bereich, mal abgesehen von manchen billigen Baumarktölen, die noch nicht einmal die Viskositätsklasse einhalten, wie sich in Tests herausgestellt hat. Und zweitens ist diese Streuung nicht grundsätzlich so, daß alle 0W40-Öle am unteren Ende und alle 15W40 am oberen Ende liegen, sondern alle schön durcheinander.
5. wenn ein Motor nach der Umstellung auf 0W anfängt zu sabbern, liegt das höchstens daran, daß sich vorher beim Betrieb mit schlechterem Öl Ablagerungen gebildet haben. Durch den hohen Reinigungseffekt des Vollsynt-Öles werden diese Ablagerungen gelöst. Wenn nun diese Ablagerungen gerade kleine Undichtigkeiten verstopft haben, KANN es dadurch zu einem sabbern kommen. Aber dann lag schon vorher eine Undichtigkeit vor, die nur durch Ablagerungen kaschiert wurde, dafür kann man kaum das Vollsynt-Öl verantwortlich machen.
und 6. ist in Tests erwiesen, daß bei extremen Temperaturen so ab 140° Öltemperatur ein 15W40 sogar DÜNNER wird als ein 0W40, einfach weil ihm die Hochtemperaturfestigkeit fehlt. Generell verändert sich ein 15W40 in der Viskosität sehr viel stärker über den Temperaturbereich von kalt sehr zähflüssig bis heiß sehr dünn, während ein hochwertiges 0W40 oder 5W40 über den gesamten Bereich eine viel konstantere Viskosität hat.

Dem ist von meiner Seite aus nichts hinzuzufügen.

Zum Thema synthetisches gegen mineralisches Öl ist viel geschrieben worden (siehe oben), es handelt sich wohl um eine Art Glaubenskrieg.

Fakt ist, daß inzwischen die Additive im Öl fast wichtiger sind, als die Ausgangsbasis (mineralisch oder synthetisch) und die reinigenden Substanzen, die alte Motore angeblich undicht machen sollen, auch in gleicher Menge und Qualität in jedem besseren mineralischen Öl enthalten sind.

Hat man seinen Gebrauchten neu und überlegt, was man nun in den Motor füllt, kann man sich daran orientieren, was der Motor auch früher bekommen hat. Hierfür ist ein Scheckheft oder ein Ölzettel im Motorraum hilfreich. Liegt das alles nicht vor (grummel), muß man sich etwas einfallen lassen.

Grundsätzlich sind für Fahrzeuge, die auch im tiefen Winter kalt gestartet werden sollen, 0W- oder 5W- Öle sinnvoll, während Fahrzeuge, die auch bei hohen Temperaturen schwer ackern müssen (Anhängerbetrieb oder gar Spaß auf der Rennstrecke), ein -50 oder -60 Öl vertragen können. Diverse Kombinationen aus diesen Werten sind möglich, auch in den unterschiedlichsten Preisklassen.

Letztlich sagen diese Spezifikationen nichts über die Qualität eines Motoröles aus, dafür gibt es andere Einstufungen.

Eine inzwischen denkwürdige Diskussion über Motoröle gab es auf Motortalk, dort trat unter dem Pseudonym "Sterndocktor" (kein Schreibfehler!) jemand auf, der wohl in der Motorenentwicklung von Mercedes für Öle zuständig ist und sowohl Ahnung von dem Thema hat als auch dieses Wissen kostenfrei mit anderen teilt. Zur originalen Diskussion mit über 10000 Beiträgen geht es hier entlang, die Diskussion läuft unter PKW / Volkswagen / VW Motoren / Welches Motoröl?

Die interessanten Beiträge beginnen auf Seite 8 (von aktuell über 700), als am 06.04.2004 der Sterndocktor die Bühne betrat.

Seine Empfehlung in Kürze: Meguin Megol Super Leichtlauf 5W-40, das wird auch unter der Bezeichnung Lqui Moly Synthoil High Tech 5W-40 angeboten, ansonsten Mobil 1 5W-50 oder Mobil 1 0W-40

Aber, wie immer, chacun à son goût.

--Christian Martens 18:20, 1. Nov. 2007 (CET)